DIE ROLLE DER FRAU IM ISLAM - AUS SICHT DER FRAU

02-03-2018

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As salamu aleykum liebe Geschwister im Islam und Hallo an alle Nichtmuslime.

Ich spreche heute ein Thema an, dass so aktuell ist wie noch nie. Es geht um das Thema „die Rolle der Frau im Islam und zwar aus der Sicht der Frauen“.

In letzter Zeit hören wir unterschiedliche Meinungen betreffend der Rolle der Frau im Islam. Wir hören Meinungen von Feministinnen, wir hören Meinungen von

Andersgläubigen und wir hören schlussendliche die dritte und letzte Meinung von normalen Musliminnen, die schlussendlich keinen interessiert. Das Problem an diesen Meinungen sind, dass es hier um persönliche Meinungen geht, jedoch nicht auf historischen oder politischen Fakten beruhen. Es sind persönliche Meinungen die gebildet worden sind, aus den Medien, aus Beobachtungen oder aus persönlichen Erfahrungen. Diese Meinungen sind nicht objektiv! Was sagt uns das? Wir sind an einen Punkt angelangt, bei dem die Rolle der Frau von den Medien und Politikern vor diktiert wird.

1.Der Kapitalismus und die Rolle der Frau

Der Mensch neigt zur Imitation und dieses Wissen nutzen die Medien und Politiker. Der Mensch lässt sich in diesem kapitalistischen System steuern. Viele Konsumentscheidungen fallen unbewusst. Werbung soll den Konsumenten zum Kauf verführen, besonders beobachten wir dies, bei der Mode. Wir dürfen eines nicht vergessen, im Kapitalismus sind Mensch und Gesundheit - Ware! In den letzten Jahrzehnten haben in den entwickelten kapitalistischen Ländern vor allem psychische Krankheiten, wie Borderline, Bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Magersucht, aber auch andere „moderne“ Krankheiten zugenommen. Davon sind hauptsächlich Frauen betroffen. Weshalb ist das so? Die Frau hier im Westen steht enorm unter Leistungsdruck. Nicht nur beruflich soll sie die selbe Leistung bieten wie der Mann für weniger Lohn, sondern auch im Aussehen den Arbeitgebern und den Klienten gefallen! Denn psychologische Experimente entlarvten, ein in westlichen Gesellschaften vermeintliches Tabu als Regel: Frauen werden tatsächlich nur als Objekte wahrgenommen — und zwar nicht nur von Männern. Zwei Studien aus Belgien und den USA zeigten, dass Frauen tatsächlich so wahrgenommen werden. Das Team um den Psychologen Philippe Bernard von der Université Libre in Brüssel fand heraus, dass Frauen in Unterwäsche auf Fotos eher als Objekte wahrgenommen werden – ganz anders als die leicht bekleideten Männer. Männer werden als Personen gesehen. Woraus entsteht nun so eine verzerrte Wahrnehmung, die nicht angeboren ist? Die plausibelste Antwort lautet: „Grund dafür ist die Werbeindustrie!“ Die nichts anderes als sexistisch, einfältig und stumpf geworden ist! Die Frau wird von der Werbeindustrie diskriminiert. Nackte Frauenhaut in der Werbung sagt viel über unsere übersexualisierte Gesellschaft aus. Aber auch darüber, wie einfältig der kapitalistische Mann ist. Hier im Westen wird die Frau auf Sexualität reduziert und macht den Frauenkörper so in der Werbung universell einsetzbar. Hier provoziert die Nacktheit des weiblichen Körpers, was zur Folge hat, dass der Betrachter aufmerksam wird und sich das Produkt einprägt. Diese Art von Werbung zeigt auch auf, dass der weibliche Körper nur ein Gegenstand ist, der jederzeit betrachtet und angefasst werden darf. In der kapitalistischen Wirtschaft gilt die Frau als Ressource! Eine Ressource gilt als Ware und wie muss die Ware sein, das sie gekauft werden kann? Sie muss schön sein, sie muss gut sein und sie muss Leistung bringen, damit sie für den Käufer von Nutzen sein kann. Ansonsten wird sie nicht gekauft oder landet auf dem Müll! Sobald die Frau merkt, dass sie diese Anforderungen nicht erfüllen kann, versucht sie zu kompensieren. Sie ist dazu gezwungen, sei durch Diäten, Schönheits-OPs oder überaus teuren Ausbildungen um dem Leistungsdruck nachkommen zu können. Und genau da kommen wir an einen Punkt, den der Islam verhindern wollte. Da Allah allwissend ist und da Allah weder männlich noch weiblich ist, hat Er mit der Offenbarung über die Kleidervorschrift der Muslime, die Frau vor all dem Leistungsdruck schützen wollen. Der Niqab oder auch der Hijab stellt einen Schutz für die Frau dar. Die Frau soll nicht als gieriges Sexobjekt betrachtet werden. Jetzt würden wahrscheinlich wieder Feministen entgegenhalten, indem sie behaupten, dass diese Kleidervorschriften aus patriarchischen Strukturen des Islams entstanden sei. Das diese Geschlechtertrennung der politische Islam darstelle. Der Mann hätte sich gefälligst sexuell zu kontrollieren usw.! Wer das behauptet, hat weder politisch, theologisch noch historisch eine Ahnung!

Ich betone, vor Allah hat der Mann und die Frau die gleiche Stellung, er hat sie

„aus einer einzigen Seele“[1] erschaffen, als „Freunde“ oder „Beschützer“[2]. Die islamische Theologie kennt keinen Feminismus, da die Frage über die Stellung der Frau im Islam nie zum Thema, wie es im Christentum der Fall war, werden musste. Wie bereits erklärt, fällt uns auf, dass es hier nicht mehr um den muslimischen Mann geht vor dem sich die Muslima schützen muss, sondern um den „westlich kapitalistischen Mann“, der die Frau als Mehrwert für seine Ware verkaufen will. Vielleicht sollte besser die westliche Frau aufgrund dieser nackten Wahrheit befreit werden. Denn im Kapitalismus, damit dieser funktioniert, muss das Geld stets im Umlauf bleiben. Bleibt es nicht im Umlauf kommt es zwangsläufig zur Finanzkrise. Was muss getan werden? Der Käufer muss zum Kauf angeregt werden. Da die Werbeindustrie festgestellt hat, dass sich ein Produkt durch Sex besser verkaufen lässt, ist es zwangsläufig besser, wenn die Frau zur Freizügigkeit motiviert wird. Eine Muslimische Frau auf einer Coca Cola Werbeplakat würde weniger Blicke auf sich reißen, als ein bayrisches Dirndl mit einem großen Busenausschnitt, wie wir es aus dem Oktoberfest kennen. 

Allah hat der Frau andere Aufgaben gegeben als dem Mann. Sie hat als Mutter einen 24 Stunden Job an 365 Tagen im Jahr. Sie hat von Allah den größten Vorzug erhalten, nämlich die Fähigkeit ein Leben auf die Welt zu setzen. Sie hat die größte Verantwortung und das setzt das Vertrauen von Allah voraus, vergisst das nicht liebe Schwestern, nämlich die Kinder groß zu ziehen. Die Frau ist nicht nur Managerin oder Filialleiterin wie die Kapitalisten das gerne sehen möchten, nein, sie ist für die Familie eine Psychologin, eine Pädagogin und Sozialarbeiterin für die Kinder. Sie ist Köchin, Krankenpflegerin und vielleicht noch Amateurin für die Familie. Die beste Auszeichnung und das beste Zeugnis, dass sie erhalten kann, ist sobald die Kinder erwachsen sind, ihr sagen werden: „Mama du bist die Beste.“ Oder eines Tages ihr Ehemann sagt, dass er die beste Frau an seiner Seite hat. Das ist was Allah von uns verlangt und den höchsten Lohn, werden wir für diese Aufgabe im Paradies erhalten. Kein Kapitalist, kein Demokrat und auch kein Sozialist kann uns Frauen jemals so ein Zeugnis ausstellen!

Der Mann ist zum Gelderwerb verpflichtet und ihm ist der öffentliche Bereich außerhalb des Hauses zugewiesen worden. Allah hat zwischen Mann und Frau

„Zuneigung und Barmherzigkeit“[3] gesetzt.

Drehen wir dennoch einmal die Uhr zurück, da die Feministen behaupten nicht gleichberechtigt zu sein. In den damaligen Umständen oder besser gesagt in der damaligen Kultur, waren nicht die Muslime die Unterdrücker der Frauen, sondern die Juden, Christen und Heiden. Es waren genau die Religionsgruppen die die Frau als Ware und Seelenlose ansahen. Die hilflose Frau wurde von ihnen vergewaltigt und versklavt. Die Muslime waren es, die ihr Schutz gewährten. Allah offenbarte unserem Propheten (saw.), dass die Frau sich nicht mehr, wie das von den heidnischen Frauen Gang und Gäbe war, ihren Körper an mehrere Männer verkaufen soll. Zu der Zeit herrschte bei den Juden und Heiden Polygamie. Die Frau blieb bei ihren Eltern und traf sich für den Beischlaf mit verschiedenen Männer in Zelten. Dafür wurde sie dann bezahlt. Der Islam beschränkte die Ehe, durch eine Offenbarung Allahs, auf maximal vier Frauen pro muslimischen Mann. Der Muslim hat seine Blicke vor einer Frau die ihm nicht gestattet ist, zu senken. Zum Schutz und aus Respekt ihr gegenüber! Aus dem Koran wird deutlich, dass die Frau dem Manne ebenbürtig ist. Was Mann und Frau unterscheidet, sind lediglich ihre Aufgaben. Die damaligen Rollenverteilungen in den jüdischen und christlichen sowie heidnischen Gesellschaft war klar gegeben.

2.Geschlechterordnung mit und ohne Kapitalismus

Da der Feminismus der zweiten Frauenbewegung zu maßgeblichen Teilen aus einer Kritik an der Linken entstand und nicht zu vergessen aus dem Denken des Christentums, bildete ein erster Strang der Diskussion der Geschlechterordnung die Kritik am Marxismus. So wurde etwa die operaistische Theorie in Italien durch die

Forderung nach „Lohn für Hausarbeit“ weitergedacht[4]. Entwickelt wurde die Kritik am

Marxismus auch durch die Analyse der Subsistenz- und Hausarbeit durch die „Bielefelderinnen“[5]. Die Ignoranz der Linken gegenüber der Geschlechterordnung führte bei den meisten feministischen Strömungen immer mehr dazu, nur noch

Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen zu analysieren und zu kritisieren. 

Die feministischen Forderungen und die Auseinandersetzungen mit der Geschlechterordnung wurden später an die Frauen delegiert, Männer ersparten sich diese Diskussion.

Die sozialen Auseinandersetzungen des Feminismus veränderten den Kapitalismus. Durch die staatliche und institutionelle Unterstützung vielfältiger emanzipatorischer Projekte und dabei auch solcher, die aus den sozialen Machtstrukturen der Familie hinausführten. Dabei werden Kitas und Spielgruppen gefördert, in denen die Kinder bereits schon im Säuglingsalter von Pädagogen hochgezogen werden, anstatt dass das Kind in der vertrauten Umgebung aufwächst. Dann wundern sich Eltern, dass ihr Kind später an Lernschwäche oder an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Die Hauptsache Institutionen verdienen ihr Geld und können die Kinder nach ihren Leistungen bewerten! Kein Sozialpädagoge kennt jemals so gut die Stärken der Kinder und sie stärken wie die eigenen Eltern. Das bestätigen auch Experten – wie z.B. Petra Adler-Corman, analytische Kinder- und Jugendlichentherapeutin aus Düsseldorf, die sich auch wissenschaftlich mit dem Thema Säuglings- und Kleinkindbeobachtung beschäftigt. Sie befürchtet und meint zu Welt.de: „Auf uns kommt eine emotional verarmte Gesellschaft zu“.

Psychische Sicherheit entstehe vor allem in den ersten zwei bis drei Lebensjahren durch den kontinuierlichen Austausch mit den Primärbezugspersonen – meist der Mutter. „Hier wird ein psychisches Depot angelegt, das für alle späteren Krisen rüstet“, sagt sie. „Kinder, die protestieren, haben noch ausreichend gesunde Anteile und die Hoffnung, dass sie gehört und gesehen werden. Es wäre fatal, wenn die intuitive Reaktion darauf als zu sensibel (Kinder) oder zu hysterisch (Mütter) interpretiert würde.“ 

Frau Adler-Corman mahnt weiter: „Die Voraussetzungen in unseren Kitas sind in jedem Fall unzureichend für die Versorgung emotional gesunder Kinder.“

„Wer auch immer die Trennung von einer Mutter und ihrem Kind verursacht, den wird Allah dann von seinem geliebten am Tag der Auferstehung trennen.“[6]

Deshalb sieht der Islam nicht vor, dass Kinder in Kitas abgeschoben werden, damit die Mutter arbeiten geht. Dies geht auch aus dem edlen Koran hervor, dass hier die Kinder geschützt werden, nämlich durch ihre Mütter! Die Frau muss eindeutig wieder ihre wahren Aufgaben wahrnehmen. Sie hat eine Verantwortung gegenüber ihre Kinder!

Einige würde jetzt behaupten, das sei eine Verschwörungstheorie. Ich erkläre euch kurz, wodurch dieses Wirtschaftssystem kontrolliert und aufrecht erhalten wird. Hierbei spielt die Frau ebenfalls eine wichtige Rolle. Einige wenige Mega-Unternehmen beherrschen die Weltwirtschaft und zwar sind das die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie die Banken. Diese stehen über der Politik. In der Schweiz beweist das zum Beispiel Nahrungsmittelfirma Nestlé. Basel «leben mehr denn je von den beiden großen Pharmakonzernen Novartis und HoffRoche». Der Großteil der Bevölkerung weiß nicht, was mit ihr geschieht. Sie lenkt sich mit Medien ab. «Ihr Stolz beruht auf der Tatsache, dass ihr Land noch nicht bankrott ist.» Eines aus den ganzen irreführenden feministischen Äußerungen müssen wir begreifen, dass es hier nicht um die Befreiung der „ach so armen unterdrückten muslimischen Frau“ geht! Nein, es geht hier darum den Konsum aufrecht zu erhalten. Die Frau soll als Ware in der Werbeindustrie weiter verkauft werden können. Die Frau gilt nicht zu befreien, sondern soll sie als Ressource weiterhin ihren Wert darbieten können. Die freizügige Frau gilt als Mehrwert, des zu verkaufenden Produktes. Genauso gilt sie als eines der größten Konsumenten der Gesellschaft, was deutlich aus der Texilbranche, Kosmetikindustrie und der Nahrungsmittelindustrie mit ihren Diäten herauszulesen ist.

Daneben profitiert ebenso die Pharmaindustrie an der Frau, die mit Nahrungsergänzungsmittel, Hormonen und Schönheitsoperationen einen gewinnbringende Vorteil erzielt. Da Allah allwissend ist, sollte dieses profitable Geschäft auf Kosten der Menschheit im Islam unterbunden werden. Die Frau sollte als Person wahrgenommen werden und auch als solche angesprochen werden. Ohne darauf zu achten, wie groß ihre Brüste sind. Der Niqab oder auch der Hijab gibt der Frau diesen wahren Mehrwert zurück. Die Schamhaftigkeit der Frau, spielt in der Gesellschaft eine größere Rolle als die, des Mannes. Die Ehre, die Reinheit und die Schamhaftigkeit sind sehr wertvoll, die Frau soll das nicht verkaufen, nicht für so einen billigen Preis. Und verschenken erst recht nicht!

Die Familie bringt einen stabilen Zeithorizont, sie schafft den Ausgleich zwischen Sparen und schnellem Konsum. Durch den Wunsch immer mehr besitzen zu wollen, wird das Spannungsverhältnis zwischen Ausgeben und Budgetzwang in die Familie getragen. Diese Bedürfnisse bewirkt, dass der Konflikt in der Familie ausgetragen wird. Die Familie sollte Spannungen abbauen, die durch die entfremdete Arbeit in der Fabrik entstehen. Der Haushalt soll ein Hort des Ausruhens und der Entspannung für den Mann sein. Und da spreche ich folglich die Rolle der Frau an.

3.Die Rolle der Frau im Islam

Biologisch sind Männer und Frauen zwei verschiedene Geschlechter, aber sie sind komplementär zueinander: Warum jedoch ist diese Gleichbehandlung nicht in anderen Rechten, Pflichten und Privilegien zu finden, wenn solch eine vollständige und umfassende geistige Gleichheit zwischen beiden Geschlechtern herrscht?

Der Unterschied, welcher zwischen Mann und Frau existiert, kommt nicht von den einzelnen Formen der sexuellen Organe, der Anwesenheit der Gebärmutter oder von der Art der Erziehung. Sie unterscheidet sich vielmehr vom gesamten Organismus her. Die Unwissenheit über diese grundlegenden Fakten hat die Verfechter des Feminismus dazu veranlasst, zu glauben, dass beide Geschlechter die gleiche Erziehung, die gleiche Macht und die gleiche Verantwortung genießen sollten. In Wirklichkeit unterscheidet sich die Frau vollkommen vom Mann.  Physiologische Gesetze sind genauso unveränderlich wie  die Sternenwelt es ist. Sie können nicht durch die Wünsche von Menschen ersetzt werden. Wir sind gezwungen sie so zu akzeptieren, wie sie sind. Frauen sollten ihre Begabung in Übereinstimmung mit ihrer eigenen Natur entwickeln, ohne dabei die Männer zu imitieren.

Die zentralen biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen bedeuten, dass die zwei Geschlechter sich nicht gegenseitig duplizieren, so dass jedes Geschlecht darum kämpft, die selbe Rolle zu erfüllen und sich auf die gleiche Art zu benehmen. Vielmehr ergänzen sie sich gegenseitig, indem sie ihre eigenen besonderen Stärken ausüben und des Partners Schwäche mildern. Feministen in verschiedenen muslimischen Ländern haben gefordert, dass Frauen entsprechend ihrem Prozentanteil an der Bevölkerung in allen Bereichen präsent sein sollen, wie z.B. im politischen und juristischen Bereich. Der Koran spricht von Männern und Frauen, dass sie füreinander wie ein Gewand sind und zu gegenseitiger Liebe und Barmherzigkeit verpflichtet sind. Der Hass, der von vielen Feministen gegenüber den Männern gepredigt wird, ist vollkommen gegensätzlich zu den islamischen Lehren. Anstatt zu lehren, dass die Geschlechter gegenseitig wetteifern, lehrt der Islam gegenseitige Kooperation, um eine harmonische und gerechte Gesellschaft zu formen, die den Grundstein eines stabilen Familienlebens darstellt. Das äußerste Ziel von Männern und Frauen beiderseits ist die Gewinnung des Wohlgefallens Allahs, um an den unzähligen Vorzügen des Jenseits teilnehmen zu können.

Muslime und insbesondere Nichtmuslime fragen, warum Männer zur Arbeit außer Haus gehen, während Frauen ermutigt werden, daheim zu bleiben, warum Frauen Hijab zu tragen haben, weshalb ein Bruder einen größeren Anteil von der Erbschaft erhält als seine Schwester, warum kann ein Mann ein Herrscher werden, aber eine Frau nicht usw?

Wie gesagt, es ist eine medizinisch etablierte Tatsache, dass Männer und Frauen unterschiedlich biologische Zusammensetzungen und Gemütsbeschaffenheiten aufweisen. Allah, der Allmächtige, brachte diese biologische Differenziertheit zustande und Er kennt sie besser als wir. Daher hat Er der Frau und dem Mann Rollen zugeteilt, für die sie sich aufgrund ihrer Natur auszeichnen. Kein Geschlecht ist minderwertiger oder besser als das andere; vielmehr ergänzen sie sich wie zwei Hälften eines Ganzen.

Im täglichen Leben sehen wir, dass die Gesellschaft aus vielen verschiedenartigen Menschen besteht, von denen alle ihre bestimmte Rolle spielen, um die Gesellschaft intakt zu halten. Der Landwirt und der Arzt leisten unterschiedliche Beiträge für die Gesellschaft, aber beide sind gleich wichtig. Jeder von ihnen zeichnet sich auf seinem eigenen Gebiet aus und jeder von ihnen leistet einen Dienst für den anderen.

Die Überlieferungen der Worte des Propheten sprechen über die Frauen mit Lob und Respekt. Einst sagte er: „Die Welt und alle Dinge in ihr sind kostbar, und die kostbarste Sache auf dieser Welt ist eine tugendhafte Frau.“

Der Prophet (saw.) wies darauf hin: „Soll ich euch über den besten Schatz informieren, den ein Mann je haben kann? Er ist eine tugendhafte Frau: sie erfreut ihn, wenn er sie anschaut, und leistet ihm Folge, wenn er ihr etwas aufträgt, und bleibt ihm treu, wenn er abwesend ist.“

Bei einem berühmten Ereignis kam ein Mann zum Propheten saw und fragte: „0

Gesandter Allahs, wer hat am meisten Anspruch auf meine gütige Kameradschaftlichkeit?“ Der

Prophet antwortete: „Deine Mutter!“[7]

Während Männer das physisch stärkere Geschlecht darstellen, zeichnet sich die Frau aufgrund ihres biologischen Aufbaus als Hausfrau aus. Sie allein kann schwanger werden, das Kind tragen, auf die Welt bringen und stillen. Ihre sanfte, fürsorgliche und selbstopfernde Gemütsbeschaffenheit ist am besten dazu geeignet, Kinder großzuziehen und auf die Hausangelegenheiten aufzupassen. Die Forderung, dass sie zusätzlich einen Lebensunterhalt verdienen soll, ist eine nicht akzeptable Ungerechtigkeit und impliziert, dass alles, was sie für das Heim und für die Kinder macht, wertlos ist und einer Ergänzung außerhalb des Hauses braucht.

Die Rollen der Männer und Frauen sind im Koran wie folgt zu finden: „Die

Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren.“[8]

Dieses göttliche Urteil beschreibt den Mann als Versorger und die Frau als gehorsam und Bewahrerin der Geheimnisse. Der Vers offenbart zwei Gründe, warum die Männer als Versorger beschrieben werden.

Erstens: Weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat, was bedeutet, dass Er die Männer damit ausgezeichnet hat, physisch stärker zu sein und eher dazu geneigt zu sein, den Beruf außerhalb des Hauses nachzugehen. Die Geschichte der Menschheit hat schon immer gezeigt, dass Männer von den Primitivsten bis zu den technologisch Entwickeltesten, die Rolle des Versorgers, Bewahrer des Gesetzes und der Ordnung in der Gesellschaft angenommen haben, zugleich die Kriege gegen die Feinde geführt und Expeditionen auf der Suche nach neuem Land, Abenteuer, Nahrung und versteckte Schätze unternommen haben.

Primär waren die Frauen zu Hause, um eine stabile Umgebung für die Kinder zu ermöglichen.

Der zweite Grund ist: dass „sie von ihrem Vermögen hingeben“. Es ist die Pflicht des Mannes, die Familie finanziell zu versorgen, und es ist ebenso der Mann, der verpflichtet ist, der Frau ein Mitgift zur Hochzeit zu geben. Der Ehemann ist der Leiter und die Ehefrau die Säule der Unterstützung. Wie es in jeder Institution der Fall ist, kann es nur einen Leiter geben. Daher wurde der Ehemann für sein Heim verantwortlich gemacht, aber dies ist eine Verantwortung und kein Privileg.

Die unterschiedlichen Rollen der Geschlechter bedeuten, dass niemals ein Geschlecht mit allen Pflichten beladen wird, während das andere Geschlecht alle Privilegien genießt. Vielmehr haben beide ihre individuellen Pflichten und Privilegien. Der Koran sagt diesbezüglich in der ungefähren Bedeutung: „Und den (Frauen) stehen die gleichen Rechte zu wie sie (die Männer) zur gütigen Ausübung über sie haben. Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen. Und Allah ist Allmächtig, Allweise.“[9]

So kommen wir zum nächsten Vorwurf der Kritiker gegenüber den Islam. Es existieren wenig Gesellschaften, in denen der durchschnittliche Bürger den Herrscher Gesicht zu Gesicht konfrontieren und Einwendungen gegenüber seiner Politik machen kann. Und noch weniger Gesellschaften erlauben es den Frauen, derart mutig zu sein, wohingegen das islamische Ideal jederzeit offen und zugänglich war. Diese Freiheit der Meinungsäußerung wurde passend über ein bekanntes Ereignis demonstriert, bei dem Umar, der zweite rechtgeleitete Kalif, involviert war. Umar stand einst auf der Kanzel. Die Leute tadelnden und befehlenden, dass sie nicht übertriebene Beträge an Mitgift bei der Eheschließung setzen sollen. Eine Frau stand auf und rief. „Umar! Du hast kein Recht dich in eine Angelegenheit einzumischen, welche Allah, der Allmächtige bereits im Koran festgelegt hat!“ Sie sprach die Sure 4:20 an: „Und wenn ihr eine Gattin gegen eine andere eintauschen wollt und ihr habt der einen ein Talent (als Brautgabe) gegeben, so nehmt nichts von ihm fort. Wollt ihr es etwa in Verleumdung und offenbarer Sünde fortnehmen?“

Nachdem Umar an diesen Vers erinnert wurde, machte er seine Anordnung

rückgängig, indem er ihr zustimmte: „Ich liege falsch und sie hat Recht.“

Wenn die geldgierigen Kapitalisten den Islam angreifen wollen, fangen sie bei der Frau an. Feministen und Orientalisten behaupten z.B. es gäbe keine Stelle im Koran die besagt, dass eine Frau einen Hijab tragen soll. „O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder (arab.: Jilbâb) reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und

Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.“[10]

Was heißt Jilbab? Jilbab ist ein Übergewand, dass den Körper bedeckt. Weil sie dann erkannt und nicht belästigt werden. Wenn die Leute sie mit dem Hijab sehen, wissen sie: Das ist eine Gläubige, ihr gebührt Respekt. Schlussfolgerung daraus? Niemand belästigt die muslimische Frau, sie wird geehrt und respektiert. Allein durch das Signal ihrer Kleidung. 

Allah sagt: „... Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten usw. ... Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich sein möget.[11]

Allah offenbart weiter: „Und bleibt in euren Häusern und prunkt nicht wie in den Zeiten der Unwissenheit.“ [12]

Was zogen die Frauen damals an? Miniröcke? Enge Kleidung? Nein! Sie waren lang und weit angezogen! Das Problem war, dass sie ihren Hals und viel von ihren Haaren zeigten. Der Prophet (saw.) ermahnte: „In den letzten Tagen meiner Ummah werden die

Frauen bekleidet und doch nackt sein. Sie werden etwas auf dem Kopf haben wie die Höcker von

Kamelen. Verflucht sie, denn sie sind verflucht.“ 

Ein anderer Hadith fügt hinzu: „Sie werden weder das Paradies betreten noch seinen Duft wahrnehmen, obwohl sein Duft aus einer großen Entfernung wahrgenommen werden kann.“[13]

Ibn Abdulbarr macht darauf aufmerksam: „Der Prophet saw. meinte Frauen, die Kleidung aus sehr dünnem Stoff tragen, der mehr zeigt als er bedeckt. Wörtlich genommen sind sie bekleidet, aber in Wirklichkeit sind sie nackt.“[14] 

Wenn man die Frauen des Propheten selbst nur hinter einem Vorhang ansprechen darf, um jede Versuchung und jedes unangebrachte Benehmen zu vermeiden, wie sehr bedarf es dann eines Vorhanges bei durchschnittlichen Frauen, die eine viel größere Quelle der Verführung sein können? Es ist ebenso aus der Zeit des Propheten klar, dass die Gefährten diesen Vers nicht derart behandelt haben, als würde er sich allein auf die Frauen des Propheten beziehen. Vielmehr wandten sie ihn auch auf ihre eigenen Frauen an, und zwar mit der vollständigen Billigung des Propheten. Der Grund, welcher für solch ein Vorhang im obigen Vers angegeben wird, ist, dass diese Haltung reiner für unsere und ihre Herzen ist. Die Sahaba haben die Anordnung sich zu bedecken auch ihren Frauen erteilt. Es ging um die Verführung. Jedoch werden nicht nur die Männer schwach und erlegen der Verführung. Auch wir Frauen können schwach werden, wenn wir vor einem unglaublich attraktiven Mann stehen. Ein Beispiel, der Prophet Yusuf (as.) oder Josef wie die Christen ihn nennen war so makellos und gutaussehend, dass sein Anblick die Frauen wahnsinnig machte. Um das zu vermeiden, dass die Frauen in Versuchung geraten, bedeckte er in seiner Freizeit, sobald eine Frau ihm entgegen kam, sein Gesicht mit einem Schleier. Also er trug ein Gesichtsschleier. Daraus verstehen wir, dass auch ein Mann - auch wenn das keine Obligation für ihm ist - ebenfalls seinen Gesicht bedecken sollte, beim begegnen einer Frau. Sofern er bemerkt, dass er mit seiner Aussehen, Frauen verführen könnte. Er bewies damit seine Tugendhaftigkeit und seine Gottesfurcht.

Die Frauen schnitten sich in die Hände als sie ihn sahen, bestaunten ihn und

sagten: „Allah bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.“[15]

Ibn Kathir verzeichnet eine Überlieferung von Abdullah b. Masud der sagte: „Wenn Yusuf (as.) eine Sache machen wollte und es trat eine Frau bei ihm rein, hat er sein Gesicht bedeckt“. [16]

In einer anderen Überlieferung meinte Ibn Masud: „Damit die Menschen ihn nicht sehen, hat er die meiste Zeit (wenn er raus ging) einen Gesichtsschleier getragen!“17

Wohlgemerkt Yusuf hat demnach als Mann seinen Gesicht bedeckt!

Liebe Schwester, zeig doch den Kapitalisten, dass du stolz darauf bist, eine edle Muslima zu sein! Verkünde, dass wir von unseren Männer nicht unterdrückt werden, im Gegenteil: Wir werden geehrt und respektiert wie in keiner anderen Verfassung oder Religion! Das Podest der Ehre und der Reinheit gebührt uns und das Dank Islam. Wenn Freiheit bedeutet, die Kleidung und somit unsere Schamhaftigkeit abzulegen, dann wollen wir nicht frei sein! Wir möchten Dienerinnen Allahs und nicht Dienerinnen der Konsumgesellschaft oder die eines kapitalistischen Mannes sein! Seid euch das bewusst liebe Schwestern! Dies, und die Umsetzung dessen ist enorm wichtig. Wer sonst, als wir Musliminnen selbst können dieses Missverständnis von Feministen und Pseudo-Freiheit, die sie uns aufdrängen wollen, aufklären?

Wenn die Frau ihre Scham verliert, werden die Kinder und Jugendlichen dies nachahmen. Somit geht Generation für Generation verloren. Die Natur der Frau ist näher an der Schamhaftigkeit, als die des Mannes! Du kannst großes bewirken, wenn du auf deine Scham achtest, wenn du dem folgst, was Allah dir auferlegt hat. Und Schamhaftigkeit bedeutet auch: gutes, tugendhaftes Benehmen. Hättest du eine Perle und der muslimische Mann nennt uns Perle, würdest du diese sicher aufbewahren oder würdest du diesen wertvollen Schatz jedem zeigen und davon nehmen lassen?

Die Perle wird von der Muschel versteckt; Eine Muschel sieht nach außen hin nicht besonders aus, doch das hindert sie nicht daran, die wertvolle Perle im Inneren sicher aufzubewahren. Genauso verhält es sich mit dem Hijab! Bevor der Islam kam, sahen die Araber, Römer und Griechen den Wert der Schönheit am Körper. Siehe heute die Konsumgesellschaft! Der Islam hat dies geändert. Er wollte die Schönheit mit Gefühlen verbinden, den Leuten sagen: Reinigt euren Geschmack! Im Islam ist das wichtigste an einer Frau nicht, dass man ihren Körper sieht, der Islam macht auf die Schönheit der Gefühle und des Charakters aufmerksam! Er sagt dem Mann: Das wertvollste an deiner Frau ist die Schönheit ihres Charakters, ihrer Gottesfurcht und ihrer Empfindung. Beachte die Schönheit der Perle ... die Schönheit des Körpers genießt nur der Ehemann – das ist eine Ehre für uns Musliminnen.

4.Die Aufgabe einer Ehefrau im Islam

      In der westlichen Welt wird immer von den Rechten gesprochen, die jeder

Mensch hat, aber es wird nicht festgelegt, wer für die Einhaltung dieser Rechte zu sorgen hat. Der Koran spricht jedoch von Verpflichtungen, und aus den Verpflichtungen der einen ergeben sich die Rechte der anderen. Wenn die Verpflichtungen feststehen und gleichzeitig festgelegt wird, wer sie einzuhalten hat, entstehen die Rechte für die anderen daraus automatisch. Diese Logik kennt die hiesige Juristik wohl nicht!

Das wichtigste Ziel der Ehe ist die Liebe und die Barmherzigkeit. Das lesen wir ebenfalls im Koran in Sure 30:21: „Und zu seinen Zeichen gehört es, dass er für euch von euch selber Partnerwesen erschuf, auf dass ihr bei ihnen Ruhe findet, und er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt: hierin sind wahrlich Botschaften für nachdenkende Leute.“

Die Frau soll in allen Bereichen die gleiche Erziehung wie der Mann genießen. Das gilt auch für die Schulbildung, denn im Islam ist es die Pflicht eines jeden Muslims, nach Wissen zu streben. Die Frau hat das Recht, ihren zukünftigen Ehemann selbst zu wählen. Bei der Heirat kann sie von ihrem Ehemann die Zahlung einer so genannten Morgengabe (Mahr) verlangen. Nach islamischem Recht darf die Frau uneingeschränkt über ihr Vermögen verfügen. Auch beim Erwerb von Besitz genießt sie die gleichen Rechte wie der Mann.

Ein wichtiges Thema, das sowohl unter Muslimen als auch unter Nichtmuslimen viel diskutiert wird, ist die Frage, ob ein Mann seine Frau schlagen darf oder nicht. Darüber gibt es zig Vorträge, deshalb gehe ich hier darauf nicht ein.

Die Verantwortung, die von den Ehemännern übernommen wird, erwartet von den Ehefrauen die Anerkennung dieser Verantwortung. Verantwortung zu tragen bedeutet, Verpflichtungen zu übernehmen. Weil der Mann Verpflichtungen übernimmt, muss er auch die Möglichkeit haben, diese zu erfüllen - was nicht gewährleistet ist, wenn die Ehepartner keine gemeinsame Richtung verfolgen. Das ist eigentlich logisch und wahrscheinlich auch der Grund dafür, weshalb es unter den Andersgläubigen so oft zur Scheidung kommt, da jeder glaubt sich selber verwirklichen zu müssen und keine gemeinsame Richtung verfolgen!

Ansonsten ist in der Beziehung zwischen den Ehepartnern die gegenseitige Beratung vorgesehen. Dies war die Praxis des Propheten saw., der sich in in seinen Angelegenheiten mit seinen Frauen beriet, sogar wenn es um politische Probleme ging.

Es ist bekannt, daß er in einer schwierigen Situation im Zusammenhang mit dem Friedensvertrag von Hudaibiya seine Frau Umm Salama um Rat fragte und ihren Rat dann auch befolgte. 

In dem oben genannten Vers wird weiterhin ein wichtige Verpflichtung der Ehefrauen genannt: Sie sollen das, was in der Familie vorgeht, bewahren und die Privatsphäre schützen. Dazu gehört auch, daß man über sexuelle Dinge zwischen den Eheleuten nicht mit Dritten redet - eine Sache, die der Prophet saw. schwer verurteilt hat. Dies gilt natürlich für Männer genauso wie für Frauen.

Die natürliche und vorrangige Aufgabe der Frau ist ihr zu Hause, ihre Familie und ihre Kinder. Dies ist an sich schon eine extrem anspruchsvolle Rolle; damit sie nicht noch Zeit hat einem Managerjob nach zu gehen oder ihrer Aufgabe in einem Parlament gerecht zu werden, um dem nachkommen zu wollen, müsste sie ihre eigenen mütterlichen Instinkte ablehnen und die Bedürfnisse der Familie opfern müssen. Dies ist im Islam eine unakzeptable Ungerechtigkeit gegenüber ihr.

Das heißt aber nicht, dass einer Frau nicht erlaubt ist zu arbeiten, das darf nicht missverstanden werden. Einer Frau ist es erlaubt in Institutionen zu arbeiten, wie zum Beispiel Lehrerin, Kindererzieherin, Krankenschwester usw.

Umm Atiyyah, eine Frau von den Ansar, sagte einst: „Ich nahm an sieben Schlachten mit dem Propheten teil. Gewöhnlich bewachte ich die Kamele der Mujahedin in ihrer Abwesenheit, kochte das Essen, behandelte die Verletzten und versorgte die Kranken.“

Das beweist, dass Frauen auch außerhalb des Hauses tätig waren. Das eigene Heim ist zwar der primäre Ort einer Frau, aber sie kann arbeiten gehen, wenn sie niemanden hat, der sie unterstützt, oder wenn das Einkommen des Ehemannes nicht für die Bedürfnisse der Familie ausreicht.

Da Feministinnen jeweils fordern, dass sie vermehrt Führungspositionen übernehmen dürfen und politisch anerkannter werden, muss gesagt werden, dass zum Beispiel ein Politiker nicht nur die Angelegenheiten der Regierung regelt, sondern er muss auch eine viel umfassendere und anstrengende Rolle erfüllen. Er muss in der Lage sein, Tag und Nacht der Öffentlichkeit zugänglich zu sein, Minister und ausländische Würdenträger zu treffen, das Land in politischen Krisen und Kriegen zu führen und fähig sein. In einem islamischen Land müsste er noch fähig sein, die Leute beim Gemeinschaftsgebet zu leiten. Eine Frau kann all diese Rollen nicht erfüllen, während sie Kinder hat und ein Heim aufbaut. In der Tat kann sie die meisten der genannten Rollen keinesfalls erfüllen, wie z.B. die Führung einer Schlacht oder eines Gebetes. Allah, der Allmächtige, hat den Männern befohlen, ihre Familien zu verwalten. Wenn eine Frau nicht ihr eigenes Heim als Oberhaupt verwaltet, wie kann man dann von ihr erwarten die Regierung eines ganzen Landes zu verwalten? Die Aussage des Propheten zu dieser Angelegenheit war ziemlich eindeutig: „Jene Leute, die die Regierung einer Frau übertragen, werden nicht erfolgreich sein.“[17]

Während der frühen Jahre des Islam wurden Frauen nie zum Khalifa (Kalif), Gouverneur oder Qadi (Richter) bestimmt. Manche Frauen und Töchter des Propheten lebten länger als er selber, aber sie wurden nie zum Regenten eines Teils des großen Islamischen Staates ernannt. Die Muslime heutzutage, die versuchen die Wahl von Frauen zu Führern der muslimischen Länder zu rechtfertigen, sind in klarem Widerspruch zu den Lehren des Islam. Manche muslimische Länder erlauben den Frauen als Botschafterin zu fungieren oder ein Mitglied des Parlaments zu sein.

Nach der hanafitischen Rechtsschule kann eine Frau auch Mufti sein, d.h. sie kann auch eine fatwa (Rechtsgutachten) geben. Ebenso ist es nach der hanafitischen Rechtsschule möglich, daß sie Richterin ist, allerdings sind Mordangelegenheiten davon ausgeschlossen. Nach den anderen Rechtsschulen ist dies nicht möglich. 

Nach allen vier Rechtsschulen kann die Frau kein Staatsoberhaupt sein. Dies liegt daran, daß das Staatsoberhaupt nach islamischem Verständnis auch gleichzeitig der Imam (Vorbeter) ist. Eine Frau kann jedoch nicht für Männer Imam sein, nur für Frauen. Außerdem wird die Frau aufgrund ihrer körperlichen Eigenschaften als ungeeignet angesehen (Schwangerschaft, Menstruation usw). Wichtig ist hier wiederum, daß sich diese Einschätzung nach der Eignung richtet und nicht beinhaltet, daß Männer grundsätzlich besser wären als Frauen. 

5. Ungerechtigkeit der Polygamie?

Diese Thema habe ich zwar schon einmal behandelt, deshalb gehe ich darauf nur kurz ein. Einem Mann ist es erlaubt bis zu vier Frauen zu heiraten, vorausgesetzt er behandelt sie mit Gleichheit und Gerechtigkeit. Wenn er nicht mehr als eine Frau versorgen kann, oder er fürchtet, dass er zu allen nicht gerecht sein kann, sollte er mit einer einzigen Frau verheiratet bleiben. Der primäre Zweck der Polygamie ist darin zu sehen, dass versucht wird, für durch Kriege verwitwete Frauen und Waisen aufzukommen. Die Zahl der Männer nimmt in jeder Gesellschaft nach einem größeren Krieg unvermeidlich ab. Polygamie stellt die einzige ehrwürdige Lösung für Witwen und Waisen dar, die alleine zurückgelassen wurden. Wir sehen in der hiesigen Gesellschaft, wie viele alleinstehende Frauen für ihre Kinder aufkommen müssen. Es gibt auch sehr viele unverheiratete Frauen die es schwer haben einen Partner zu finden. In solchen Situationen müssen Frauen in dieser Gesellschaft zu einem klösterlichen Leben greifen, was unnatürlich ist, oder ein unmoralisches und sündhaftes Leben beginnen.

Der Islam verbietet strikt eine sexuelle Beziehung außerhalb der Ehe, und Polygamie ist wiederum die einzige keusche und ehrliche Lösung in Fällen, in denen ein

Mann mehr als eine Partnerin möchte. Die heutzutage weit verbreitete Praxis der

Männer, Frauen als Geliebte zu haben, bringt eine Erniedrigung für alle Frauen mit sich. Diese Unehrlichkeit verursacht unbeschreiblichen Schmerz. Die Schuld alleine liegt nicht nur beim Mann! Frauen verbieten häufiger den Ehemann eine weitere Frau zu heiraten. Dieses Phänomen tretet auch vermehrt, durch diese christlich-geprägte Gesellschaft, im

Islam auf. Obwohl es im Islam eine Selbstverständlichkeit ist. Die Ehe mit mehr als einer Frau bringt nicht nur für alle Frauen und Kinder, die involviert sind, Legitimität, sondern der Mann ist auch gezwungen, die volle Verantwortung für alle Beziehungen zu übernehmen, in die er eingeht.

Liebe Schwestern, eine Frau soll dem Mann eine Mehrehe nicht verbietet, wenn er das wünscht. Sie verwehrt dabei nicht nur sein Glück, sondern auch das Glück einer alleinstehenden Frau, die vielleicht ein Unterstützung und gut Freundin werden könnte. Sie darf zwar die Mehrehe vertraglich ausschließen, aber dann sollte es im Vornherein klar gestellt werden. Nicht im Nachhinein einem Mann Druck machen und ihm mit Scheidung drohen, so dass der Mann vielleicht in Zina getrieben wird. Die Frau soll den glücklich machen. Liebe heißt den Partner glücklich machen zu wollen.

Somit hoffe ich, dass ihr, meine liebe Schwester, durch diesen Vortrag begreift, dass die vorgetäuschte Freiheit einen Trugschluss ist und nichts mit der Würde der Frau zu tun hat. Im Gegenteil die Frau muss einen hohen Preis dafür bezahlen. Und damit komme ist zum Abschluss: Wir sollten das Diesseits nicht für das Jenseits eintauschen! Denn: „Allah fordert von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. …“[18]

As salamu aleykum wa rahmatullah wa barrakatuh liebe Geschwister und hoffe bis

zum nächsten mal.                                                       Rita Kuonen, 26.02.2018

 


[1] Sure 4:1

 

[2] Sure 9:72

 

[3] Sure 30:21

 

[4] Dalla costa 1978

 

[5] Bennholdt-Thomsen et. al. 1983

 

[6] Sunnan at-Tirmidhi

 

[7] Sahih al-Bukhari

 

[8] Sure 4:34

 

[9] Sure 2:228

 

[10] Sure 33:59

 

[11] Sure 24:31

 

[12] Sure 33:33

 

[13] Sahih al-Muslim

 

[14] As-Suyuti in Tanwir al-Hawalik 3/103

 

[15] Sure 12:31

 

[16] Al-Bidaya wa an-Nihaya 17 Ebd.

 

[17] Sahih al-Bukhari

 

[18] 2:286

 

 


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