DEN KAFIR ZUM KAFIR ERKLÄREN

05-08-2017

Wer den Kafir nicht zum Kafir erklärt, ist selbst ein Kafir

Wer diejenigen, die Schirk machen, nicht als Ungläubige ansieht oder sich nicht sicher ist, ob sie Gläubige oder Ungläubige sind, oder ihren Weg als richtig bezeichnet, ist selber ein Ungläubiger.

Alles Lob gehört Allah, Der Seine Religion detailliert erklärt hat! Er erklärte sie uns, entweder anhand Seines Buches oder den Aussagen Seines edlen Gesandten, Muhammad, Allahs Frieden und Segen auf ihm, der nicht nach eigenen Gelüsten sprach. Uns wurde erklärt, wie wir uns in der Ehe, der Erziehung, der Bildung, beim Verrichten von Notdurften, in Streitigkeiten, im Handel, bei der Arbeit, in der Moschee und in allen anderen Lebensbereichen zu verhalten haben.

So hat Er, der Allmächtige, außer Ihm es keinen Anbetungswürdigen gibt, uns umso detaillierter die Grundlage und das Fundament Seiner Religion, ohne die alle Taten wertlos sind, erklärt!

Was den Kufr gegen den Taghut betrifft, so sagte Allah, der Allwissende:

„Ihr habt bereits ein schönes Vorbild in Ibrahim und denjenigen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: „Wir sagen uns los von euch und dem, dem ihr neben Allah dient! Wir verleugnen euch! Und zwischen uns und euch wird auf immer offenkundig Feindschaft und Hass sein, bis ihr nur noch an Allah einzig Iman habt!…“ 

Allah, der Erhabene, erwähnte hier die Lossagung vom Taghut in Seinen Worten

„…und dem, dem ihr neben Allah dient!…“!

Jedoch erwähnte Er, der Erhabene, davor etwas anderes…

Allah, der Erhabene, erwähnte zuvor die Muschrikin mit den Worten „Wir sagen uns los von EUCH…“!

Allah, der Allmächtige, spricht vom Anfang bis zum Ende im Qur’an immer nur von:

  •  Diejenigen, die Iman haben
  •  Und diejenigen, die Kufr machen

Die Rede ist immer von den Menschen!

Tauhid, Islam, Iman, Schirk und Kufr sind Taten, die man begeht und Urteile, die man erhält, wenn man sie begeht!

Allah, der Erhabene, hat in nicht einem einzigen Vers gesagt „O Kufr!“ oder „O Schirk!“ oder „O Islam!“ – NEIN!

Vielmehr sagte Allah, der Segensreiche und Allmächtige:

Sag: O ihr Ungläubigen! – Ich diene nicht dem, dem ihr dient! – Und ihr seid keine Diener Dessen, Dem ich diene! – Und ich bin kein Diener dessen, dem ihr dient! – Und ihr seid keine Diener Dessen, Dem ich diene! – Euch euer Diin und mir mein Diin!“ 

Aus dieser Sura lernen wir 3 Sachen:

1)  Der Takfir auf diejenigen, die Allah etwas beigesellen (dh. Schirk machen) ist Pflicht, denn Allah befahl dies mit den Worten „Sag: O ihr Kafirun“

2)  Die Wichtigkeit dieser Lossagung, denn Allah offenbarte hier die Worte der Lossagung sogar doppelt, obwohl wir wissen, dass Er der wahrhaftigste Redner ist, Dem man bereits von Seinem Befehl gehorchen muss!

3)  Und dass man sich nicht von der Religion des Schirk lossagen kann, wenn man sich nicht von den Muschrikin losgesagt hat, denn Allah erwähnte zuerst den Takfir auf sie und beendete die Sura mit „Euch euer Diin und mir mein Diin!“ – Und der Gesandte, Allahs Frieden und Segen auf ihm, sagte über diese Sura in einem Hadith:

„Wenn du zu Bett zum Schlafen gehst, sodann rezitiere „Sag: O ihr Kafirun…“, denn wahrlich, wenn du sie rezitierst, so hast du dich vom Schirk losgesagt.“ (Musnad Imam Ahmad, Abu Dawud, An-Nasai)

Obwohl in der Sura von Anfang bis Ende die Rede von den Kafirun ist, sagte der Gesandte, Allahs Frieden und Segen auf ihm, dass sie eine Lossagung vom Schirk ist!

Genauso offenbarte Allah, der Erhabene, die Geschichte der wahrhaftigen Muwahhidin, die Ashabul-Kahf, die sich von ihrem Muschrikin-Volk losgesagt haben:

„Und da ihr euch nun von ihnen und von demjenigen, dem sie außer Allah dienen, fernhaltet, so sucht Zuflucht in der Höhle; euer Herr wird über euch (einiges) von Seiner Gnade ausbreiten…“ 

Allah, der Allhörende und Allwissende, erwähnte wieder zuerst diejenigen, die Schirk machen und dann erst das, dem sie dienen, ihren Taghut! Und nicht nur das. Allah, der Erhabene, erklärte uns hier, wann Er Seine Gnade über uns ausbreiten wird. Und zwar erst nach der Lossagung von den Muschrikin!

So offenbarte Allah ebenfalls die Worte Seines Freundes Ibrahim, Allahs Frieden und Segen auf ihm:

„Und ich werde mich von euch und von dem, was ihr anstatt Allahs anruft, fernhalten und nur meinen Herrn anrufen.“ 

Er sagte sich also los von den Muschrikin und dem, dem sie neben Allah dienten! Wieder wurden zuerst die Muschrikin erwähnt! – Und was sagte Allah, der Erhabene, im darauffolgenden Vers?

„Als er sich nun von ihnen und von dem, dem sie anstatt Allahs dienten, fernhielt, schenkten Wir ihm Ishaq und Ya'qub; und alle (beide) machten Wir zu Propheten. Und Wir schenkten ihnen (etwas) von Unserer Gnade, und Wir verliehen ihnen einen hohen Ruf an Wahrhaftigkeit.“ 

Sie sagten sich von den Muschrikin und dem, dem sie neben Allah dienten, los! – Und was bekamen sie dafür? – „Und Wir schenkten ihnen (etwas) von Unserer Gnade…“

Allah, der Erhabene, erwähnte immer zuerst die Muschrikin und dann ihre Angebeteten bzw. ihren Schirk, denn Muschrikin sind es, die den Schirk begehen und ihn auf der Erde verbreiten. Der Schirk kann niemals einfach so von sich selbst erscheinen, denn der Schirk ist eine Tat und nicht etwas, das in der Luft schwebt.

Zusammenfassung: Die Entschuldiger der Muschrikin und diejenigen, die keinen Takfir auf die Entschuldiger machen, begehen 3 Kufr-Formen:

1)  Sie haben keinen Kufr gegen den Taghut!

Abdur-Rahman bin Hasan, möge Allah Sich seiner erbarmen, sagte: “Wenn der Diener die Bedeutung von ‘La ilaha illAllah’ kennen würde, so wüsste er, dass wer an dem Kufr (Unglauben) von demjenigen zweifelt oder diesbezüglich zögert, der Allah etwas beigesellt, nicht den Taghut verleugnet hat.”

 [Al-Durar al-Saniyyah 11/523]

2)  Sie leugnen und stoßen klare Ayat und Ahadith ab, die eindeutig Takfir auf die Muschrikin machen!

3)  Sie bezeichnen den Islam als Schirk und den Schirk als Islam! Denn wenn jemand den Islam erfüllt, also nur Allah dient und Ihm nichts beigesellt, dann wird dieser Muslim genannt. Und wenn jemand Allah dient und Ihm etwas beigesellt, dann wird dieser Muschrik genannt. Und somit, wenn du den Muschrik als Muslim bezeichnest, dann sagst du damit, dass er den Islam praktiziert, und somit hast du nicht seine Religion verleugnet und auch nicht seinen Taghut verleugnet!

Dies, weil der Islam die alleinige Anbetung Allahs mit den Taten, die Allah als Anbetung bezeichnet hat, und das Fernbleiben von jeder Art der Beigesellung ist. So wie es der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: “Der Islam ist, dass du Allah dienst und Ihm nichts beigesellst.” (Sahih al-Bukhari und Muslim)

Das ist der Islam. Doch wer Allah etwas beigesellt, hat nicht die Religion des Islam verwirklicht, sondern die Religion des Schirk.
Und derjenige, der diesen trotzdem noch als Muslim bezeichnet, bestätigt dadurch, dass sie beide sich noch immer auf der gleichen Religion befinden. Und das stimmt auch!

Jene, die Allah etwas beigesellen und jene, die solche noch als Muslime ansehen, haben die gleiche Religion - die Religion des Schirk! Somit sind beide Ungläubige. Möge Allah uns davor bewahren!

Diese Lossagung von den Muschrikin ist die Religion (Millah) Ibrahims, Allahs Frieden und Segen auf ihm, deren Befolgung uns Allah, der Erhabene, in vielen Versen anbefohlen hat. Und wer dieser Millah nicht folgt, so sagt Allah, der Allmächtige, über ihn:

„Wer wird wohl die Religion Ibrahims verschmähen, außer wer sich selbst verblödet? Wir haben ihn (Ibrahim) ja bereits im Diesseits auserwählt, und im Jenseits gehört er wahrlich zu den Rechtschaffenen.“


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